RBW 2011

RBW 2011

 

Start: 27.08.2011
Ende: 03.09.2011

Ort: Lechtal, Bach, Tirol

KM: ca. 3500 mit An- und Abreise

Tag 1:

Treffpunkt der Rheinländer war der Burger King in Leverkusen-Opladen, 8:30 Uhr
Michael, roland und der Admin fuhren bei strömendem Regen los und freuten sich über trockene Straßen ab Siebengebirge, Kalt, aber trocken.

Gegen 10:30 Uhr war der nächste Treffpunkt hinter Frankfurt ausgemacht, wo wir unseren einzigen hessischen Teilnehmer trafen: Dieter auf der KTM Adventure.

Einige Pausen und Tankstops später kamen wir ins Allgäu. Hier konnten wir endlich die Autobahn verlassen und über das Tannheimer Tal hinunter ins Lechtal fahren. Von dort bis ins Hotel nach Bach war es nicht mehr weit. Zeit, die erste Kamerafahrt zu machen. Die Kamera montierte ich hinten am Heck der SMT und fuhr voraus. Die Kurven im Lechtal waren dann auch sehr willkommen nach der langen Autobahnetappe. Um ca. 17 Uhr erreichten wir das Hotel und nach der ersten Begrüßung durch Schonnie, Marco  und Siggi hatten wir unser erstes Bier redlich verdient.

Schonnie und Marco waren schon einen Tag vorher angereist um Samstag eine Einfahrrunde zu drehen. Diese fiel ins Wasser, bzw. Schnee! Schonnie hatte morgens Schneegestöber auf dem Hahntennjoch.

Im Laufe des Abends trafen dann die restlichen Teilnehmer der RBW ein: Frank und Jochen.

Tag2:

Wetter: Fantastisch! Kalt, aber blauer Himmel, Straßen Trocken.

Der erste Tag vor Ort sollte eine alleine gefahrene Einrollrunde sein, ohne Guide des Hotels. Gemütlich,zum Warmfahren und Eingewöhnung ans Klima und die Umgebung.

Der Admin als Guide vorne weg, hinten sortierte man sich irgendwie. Abfahrt: 0900 am Hotel.

Nach dem reichhaltigen Frühstück ging es los: Lechtal – Warth – Flexenpass – Arlberg – St. Anton – Tobadill – Landeck – Piller Höhe – Imst – Hahntennjoch – Lechtal – Namlostal – Lechtal – Hotel in Bach.

Es wurde eine gemütliche Runde, leider mit einem Ticket für Frank: Überfahren der Mittellinie ohne ersichtlichen Grund = 35€. Im Namlostal…. Vorteil: Jetzt wussten wir schonmal was Geld kostet.

Überraschung am Abend: Norbert aus Erdingen und Frrrosch aus München kamen auch noch! Jetzt waren wir wirklich klomplett!

Abends am Lagerfeuer bekamen wir noch die Einweisung ins begleitete Fahren von Kai, dem Lechtaler Bikerwirt. Diese fiel recht kurz aus und so konnte am Lagerfeuer noch reichlich Benzin gequatscht werden. Genau unsere Domäne, da trumpften alle reichlich auf!

Tag3:

Wetter: Fantastisch! Blauer Himmel, Straßen Trocken.

Der nächste Tag sollte der erste mit Kai als Guide sein. Quasi die erste RBW-Tour der Woche.
Geplant war die Silvretta Hochalpenstraße. Durchs Montafon angefahren und über Galtür – Ischgl – Landeck – Imst – Hahntennjoch zurück zum Hotel.

Kai fragte noch, ob er die Fahrt nach Warth freigeben soll. Was für eine Frage! Natürlich! Deise Strecke ist eine fantastische aneinanderreihung von richtig schnellen Kurven und engen Passagen.
Kaum gab Kai das Zeichen (Warnblinker und kreisende Armbewegung) ging der D-Zug auch schon ab. Die nun folgende Szene glich einer Stampede von durchgehenden Pferden. Kreuz und Quer wurde überholte, geschnitten, gerempelt bis die Reihenfolge einigermaßen geklärt war. Da mir das zu gefährlich war, trat ich die Flucht nach vorne an und fuhr vorweg…

Anschliessend  ging es zum Furkapass mit der ersten Pause. Der Adrenalinüberschuss war immer noch deutlich zu spüren. Wild ging es her. Na, das kann ja heiter werden… wenn sich diese Horde nicht noch beruhigt?!

Der Weg führte uns weiter über Dünserberg zum Thüringerberg, von dort über Bludenz ins Montafon.

Ab der Mautstation der Silvretta-Hochalpenstraße war wieder freies Fahren angesagt. Herbrennen vom feinsten. Im Expressmodus bis zu den Stauseen, von dort nach Alpkogel um eine Kleinigkeit zu essen.

Was während der Auffahrt von allen Teilnehmern gezeigt wurde, war schon unbeschreiblich. Und das war erst die erste Tour! Wie sollte diese Woche noch weiter gehen? Da waren die Katastrophen ja vorprogrammiert!!

Da der Admin während der Pause seinen Helm in den Dreck schmiss, und dabei das Visier zu Bruch ging, versuchten wir auf dem Rückweg in Landeck Ersatz zu beschaffen. Das ging leider schief.

Über Imst und unsere Hausstrecke, das Hahntennjoch, ging es zum Hotel zurück.

Tag4:

Wetter: Fantastisch! Warm bis Heiss, blauer Himmel, Straßen Trocken.

Durch das Missgeschick mit dem Helm machten wir zuerst eine kleine Ausfahrt nach Sonthofen zur Firma Held, um ein neues Visier zu kaufen. Die Fahrt war recht beschaulich und sehr warm. Schönstes Wetter, und Deutschlands höchster Pass war mal was Neues. Nach einer Pause dort in einer Almhütte fuhren wir durch den Bregenzer Wald nach Au und über Warth ins Hotel. Recht beschaulich ohne wirkliche Highlights, da es überwiegend durch Geschwindigkeits begrenzte Täler ging. Schade, und das alles wegen eines dusseligen Admins…. Sorry Jungs und Mädels!

Tag5:

 

Dieser Tag sollte das Highlight der Woche werden: Hahntennjoch – Timmelsjoch – Jaufenpass – Penser Joch – Mendelpass – Gavia Pass – tonale – Stilfser Joch – Umbrail Pass – Rechenpass – Flexenpass – Arlbergpass – Lechtal
Gesamtfahrstrecke fast 600km.

Ein paar der Pässe sind alleine schon der Hammer, aber in dieser Kombination ist es der Wahnsinn! Fantastische Runde, Kurven und Höhenmeter ohne Ende. Aber langsam…

Hahntennjoch: Man merkt es deutlich. Beim 4. oder 5. mal übers Hahntennjoch werden alle schneller, auch die Harley! Aber die Uhrzeit spricht gegen ein deftiges Angasen! Start im Hotel: 0830 Uhr!

Durch das Ötztal in Richtung Timmelsjoch:

Ab Mautstation freies Fahren! Der D-Zug kam in Schwung! Leider fuhren wir mitten durch die Wolken, so daß auf dem Joch nur langsames Fahren möglich war. Aber kurz dahinter freie Sicht. Unser Kameramann an dem Tag: Michael mit der Q und der Kamera am Sturzbügel. Freut euch auf das Ergebnis, es sieht fantastisch aus. Reihenfolge: Ich mit der SMT vorneweg, hinter mir Frank mit der 1150 GS, dann Marco, Norbert, Schonnie, Michael. Der Rest fuhr mit großem Abstand hinterher. Was für eine Abfahrt nach San Leonhard. Zügig, teilweise sehr zügig ging der Zug bis ins Tal.

Links ab auf den Jaufenpass:
wieder freies Fahren! Diesesmal bin ich alleine vorneweg, die Reihenfolge hinter mir blieb mir verborgen. Der Abstand war zu groß. Das erste Mal in dieser Woche holte ich alles aus der SMT heraus. Und ich muß sagen: Das ist einiges… dieses Motorrad ist auf diesen Strecken fantastisch!

Unten in Casateia angekommen ging es rechts ab aufs Penser Joch: Wieder eine Expressfahrt, die sich sehen lassen kann. Frank und ich fuhren vor bis zur Passhöhe. Nach einer kurzen Pause weiter nach Bozen. Hier ein kurzer Tankstopp und dann auf zum Mendelpass.

Mendelpass….ein Must have für jeden Motorradfahrer! Was für Kurven! Leider mußten wir hier unseren ersten Umfaller verzeichnen. Dieter schmiss seine KTM Adventure in einer Spitzkehre über die Stollen auf die Sturzfänger und den Kofferhalter. Der Schaden hiehlt sich in Grenzen, die Fahrt ging ungebremst weiter!

Über Tonale nach Bormio, dann die Südseite des Stilfser Joch bis zum Umbrail Pass, runter nach Santa Maria und über den Reschenpass, Landeck, Arlberg. Flexenpass ins Lechtal.

Alle waren fertig, Ankunft im Hotel 20:00 Uhr, gefahren fast 600 km.

Tag6:

 
Die ersten Materialopfer der RBW müssen zum Reifenwechseln nach Reutte. Der Termin in der Werkstatt wurde rechtzeitig von Kai gemacht.
Vor der Abfahrt verabschiedeten wir uns noch von Frrrosch und Norbert. Sie mußten (berufsbedingt) nach Hause!
Der Rest der Meute wollte sich mit den Reifenwechslern auf der Piller Höhe treffen. Regen und dunkle Wolken in Richtung Stilfser Joch liesse nichts gutes erwarten. Das das Stilfser Joch bei Regen nicht unbedingt Spaß macht, klinkten sich die ersten aus und fuhren zurück zum Hotel. Dieter mit seiner Adventure blieb morgens direkt dort. Er wollte einen gemütlichen Tag im Lechtal haben.

Wir, der klägliche Rest, änderten unseren Plan und wir fuhren in die hellere Richtung: Kühteisattel, Insbruck, Garmisch, Plansee (Kaffeetrinken auf der Musteralm) Imst. Hier trennten sich unsere Wege und Michael und ich konnten die Gelegenheit Namlos nicht auslassen. Dann Stockach – Bach ins Hotel.

Alles sehr ruhig und ohne freies Fahren, bis auf die Auffahrt zum Kühteisattel. Sehr nasse Straße, durchdrehende Hinterräder bis in den dritten Gang. wir hatten unseren Spaß, auch bei Regen!

Tag7:

 

Das war er nun. Der letzte Tag. diesesmal wollten wir auf Grund des Wetters erst an der Piller Höhe entscheiden, ob wir das Stilfser Joch fahren oder doch zum Kaunertal-gletscher.

Die Entscheidung wurde uns dann schnell abgenommen, leider.
Zuerst stürzte Petra auf einem sehr glatten Stück Asphalt am Hahntennjoch. wie glatt es dort war, könnt ihr hier sehen
direkt im Anschluß sah Roland Petra dort liegen und mußte seine Harley auch noch wegwerfen. Laut Aussage eines Augenzeuge sah es so aus, als würde die Harley ihn abwerfen…. Immer diese unkalkulierbaren Amis!

Resultat: ein dickes Knie, Prellungen und Schürfwunden, eine zerkratzte Harley und eine öltropfende TDM. Letztere nicht mehr Fahrbereit.

Durch die lange Warterei auf ADAC und Siggy, unseren Retter aus dem Hotel mit Anhänger für die Harley, lohnte sich die Fahrt zum Stilfser Joch nicht mehr. Fürs Kaunertal reichte es!

Da die meisten nicht mehr mit wollten, blieben nur Marco, Michael, Schonnie und ich übrig. Kai führte uns also ins Kaunertal und wieder ging der D-Zug im Eiltempo den Berg herauf! Ab dem Stausee war der Belag dermaßen glatt geschliffen, daß ein normales Fahren nicht mehr möglich war. Die Kurven wurden von allen im Drift gefahren. Beim Beschleunigen drehten alle Hinterräder durch!

Für ein Fotoshooting fuhren Michael, Marco und Schonnie nochmal den BErg herunter und wieder herauf. Bei der Gelgenheit machte Marco die Erfahrung eines extrem driftenden Hinterrades und fuhr nur noch langsam weiter. Was genug war, sollte genug bleiben!

Nach einer Mittagspause ging es wieder über Lech- Warth zurück ins Hotel.

Das wars… Tag 8 war nur noch Abreise der übrig gebliebenen Teilnehmer.

Fazit:

 

Eine geile Woche! Eine Supertruppe! Geniale Strecken! ein „Motorradlebendes“ Hotel! Und Wirtsleute, die einem den Aufenthalt zum Genuss werden lassen.

Gefahren vor Ort: fast 3000km! Die Anzahl der Kurven, Pässe und Höhenmeter sind nicht mehr nachvollziehbar.

In dieser Gruppe UNBEDINGT WIEDERHOLUNGSBEDÜRFTIG!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Protected by WP Anti Spam