RBW 2012

Die Rheinlandbikerwoche (RBW) 2012 – Friaul/Julisch Venetien

Das Ziel für die RBW 2012 – Friaul/Julisch Venetien – war schnell gefunden und die „üblichen Verdächtigen“ konnten sich ebenso schnell auf einen Termin einigen. Aber upps, was war das? Der „Foren-Chef“ Mac konnte die anvisierte Woche nicht frei bekommen. Ganz weltmännisch verzichtete er auf eine Teilnahme und plante für eine Woche später eine „kleine RBW II“. Mit Goofy ging es für Mac mal wieder zu Kai.

Alle anderen hingegen machten sich an die weiteren Planungen für die „RBW I“ ins wilde Friaul. Das Standorthotel Bellavista in Ravascletto war schnell gefunden, nachdem Qualinator dort schon einmal war und es für gut befunden hatte. Damit landete der Planungshut auch schneller bei Qualinator, der dann die weiteren Vorbereitungen übernahm, als ihm lieb war.

Die Anreise sollte in zwei Gruppen erfolgen. Vom „Kern-Rheinland“ aus mit einer Zwischenübernachtung bei Kai, wogegen die „Nordrheinländer“ Rommel, Schonnie und dann ab Nürnberg auch Winnetou mit einer Zwischenübernachtung bei ED über Erding anreisen wollten.

Als Treffpunkt für die beiden Gruppen war die Sonnenterrasse des Castel Latemar am Karerpass auserkoren. Die zweite Gruppe durfte der ersten am Abend einen ausgeben. Dann war es endlich soweit.

Tag 1 – Anreise Teil 1

Bionda, Hexe, Moeli und Qualinator trafen sich an der Autobahnraststätte Siegburg und wurden von Mac noch ein paar Kilometer eskortiert, bevor sie dann weiter über die Dosenbahn bis zur österreichischen Grenze fuhren. Eher unspektakulär, wenn man von den gelegentlich drohenden Regenwolken absieht. Auf den letzten Kilometern wurden sie dann doch noch vom Regen eingeholt und haben das Lechtal von seiner rutschigen Seite her kennen gelernt. Schnitzel, „Gipfelbier“ und Marille bei Kai waren an dem Abend gut verdient. Kais Kellner und Tourguide Siegi versuchte sich derweil im Powerflirten bei den Mädels, konnte aber nicht recht landen.

Die Nordfraktion traf sich bei ED und musste erstmal an Rommels GS das von seiner Werkstatt zu viel eingefüllte Kardanöl ablassen, das ihm beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Über den weiteren Verlauf des Abends und insbesondere auch des Gesprächs mit Rommels Werkstatt legen wir gnädig den Mantel des Schweigens…

Tag 2 – Anreise Teil 2

Der Blick aus dem Fenster bei Kai verhieß nichts Gutes. Die Wolken hingen immer noch tief im Lechtal, obwohl eigentlich nichts mehr oben sein dürfte, nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte. Dennoch guten Mutes machte sich die Rheinlandgruppe auf den Weg, standen doch das Hahntennjoch und danach das Ötztal mit dem Timmelsjoch als Highlights auf dem Plan.

Doch es kam ganz anders. Das Hahntennjoch war wegen Murenabgangs unpassierbar. Also schnell ein Beweisfoto gemacht und Plan B entwickelt. Dieser sah eine Fahrt durchs Namlos-Tal vor um dann wieder auf die ursprüngliche Route ins Ötztal über das Timmelsjoch nach Meran, Bozen und zum Castel Latemar zu kommen. Doch, dumm gelaufen, in Stanzach die Abfahrt ins Namlos verpasst. Dann eben doch über Reutte Richtung Ötztal.

Der Zeitverlust blieb dennoch im Rahmen, das Rennen zum Castel Latemar war noch offen. Hurra, die Einfahrt ins Ötztal. Doch was war das? Hinweisschilder auf eine Radveranstaltung im Ötztal, nach der ab 12.00 Uhr die Auffahrt zum Timmelsjoch gesperrt war. „Das schaffen wir noch, also ab dafür.“ War die einhellige Meinung.

In Sölden dann ein kleiner Stau weil so eine (Zensur) Trachtenkapelle um die Ecke bog und die Ortsdurchfahrt dafür gesperrt war. Die Nachfrage bei dem herumstehenden Gendarm ergab, ca. fünf Minuten Wartezeit und übers Timmelsjoch käme man nach seiner Meinung noch locker drüber. Nun gut aus den fünf Minuten wurden letztlich gute zehn bis fünfzehn Minuten, aber das brachte noch niemanden aus dem Konzept. Kurz rechts gedreht, und die Landschaft wurde schneller.

Dann der Abzweig zum Timmelsjoch. Oh schreck, schon gesperrt, es war 12.02 Uhr. Ein kurzes nettes Gespräch mit dem dort postierten Schandi sollte helfen. Aber da hatte die Gruppe die Rechnung ohne die österreichische Autorität gemacht. Nichts zu machen. Qualinator stand kurz vor einem Ritualmord, als er zur Antwort erhielt: „Siehst doch, ist gesperrt.“ Auch ein Gesprächsversuch von Moeli mit der Amtsperson brachte kein Ergebnis und selbst Biondas Hardcore-Flirten war nicht von Erfolg gekrönt. Ein österreichischer Beamter ist ein Beamter, ist ein Beamter und bleibt ein Beamter.

Also Plan C. In angepasster Geschwindigkeit 60 km zurück durchs Ötztal, ein 10-Tage-Pickerl gekauft und rauf auf die Dosenbahn und rüber über den Brenner. Zuvor noch kurz die andere Gruppe informiert, dass sie gewonnen hatten. Klar, wie sollte es auch anders sein, oben am Brenner ab der italienischen Grenze war Stau. Zuvor hatte Moeli noch eine kleine Diskussion mit dem Mautautomaten, der partout seine Kreditkarte nicht akzeptieren wollte. Als er ihn dann als „Sch… Automaten“ betitelte, kam eine sympathische Stimme aus dem Lautsprecher am Automaten, „Dies ist kein Sch…-Automat.“ Moeli konnte dann letztlich doch noch zahlen und war fast zufrieden.

Tja und dann der Stau, letzte Ausfahrt davor verpasst und durchschlängeln fast nicht möglich, da die Brennerautobahn extrem eng ist. Also hinten anstellen, fluchen und weiterer Zeitverlust. Dann endlich die Abfahrt Brixen. Also raus und die Querrichtung über Toblach ins Friaul angepeilt.

Die Weiterfahrt verlief relativ unspektakulär, wenn man davon absieht, dass es ca. 80 km vor Ravascletto bei Toblach anfing aus Eimern zu schütten und bei einem Kaffeestopp die Regenklamotten übergezogen wurden. Den anderen erging es aber auch nicht besser. Bald nach deren Weiterfahrt fing es auch dort an zu regnen und am Passo Giau waren Nebel, Regen und Schneeregen angesagt.

Wie der Zufall es so wollte; in Comeglians, ein Dorf vor Ravascletto kam plötzlich die Nordgruppe mit großem Getöse um die Ecke und beide Gruppen konnten gemeinsam die letzten fünf Kilometer bis zum Hotel Bellavista unter die Räder nehmen. Gewonnen hatten damit eigentlich alle und der Grund für das Feierabendbier, wenn es dafür einen Grund braucht, war gefunden.

Am Hotel wurden alle dann auch schon erwartet und herzlich empfangen; die Auffahrt zum Hotel war vorbereitet; die Parkplätze im Trockenen standen bereit und der Trockenraum für die Klamotten war eingeheizt. Ein versöhnliches Ende für einen etwas verkorksten zweiten Tag der Anfahrt. Am Abend bekam die Nordgruppe noch ihr Freigetränk und alle genossen die leckere friulisch-venetische Küche, die ab sofort jeden Abend mit einem Vier-Gang-Wahlmenü aufwarten sollte.

Tag 3 – Leichtes Einrollen

Es gab ein etwas gepimptes italienisches Frühstück, immerhin mit Salami und Mortadella und nicht nur „Cornetto e Caffè“. Allerdings war der Kaffee aus dem Automaten alles andere als genießbar und eher typisch unitalienisch.

Egal, die erste Tour lockte und die Sonne schien, als wäre gestern nichts gewesen. Erstmal runter ins Dorf und tanken. Auweia, tiefstes Italien und Eni hatte ohne ersichtlichen Grund geschlossen. Zum Glück gab es 500 Meter weiter mit Api eine Alternative. Ein Liter Super 1,96 Euro! Wow, sportlich! Egal, ist RBW, da muss der Saft fließen.

Nachdem einige anfängliche Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Moeli und seinem Navi behoben werden konnten und Qualinator kurzzeitig die Führung übernahm, lief es rund. Einfach geniale Strecken auf nahezu menschen- und vor allem autoleeren Straßen mit griffigem italienischem Qualitätsasphalt im Wechsel mit bisweilen etwas rutschigen Naturtunneldurchfahrten, vorbei an romantischen Stauseen. Die Strecke führte dabei über Nebenstrecken rund um den Lago di Sauris, Zoncolan und Tolmezzo. Bikerherz, was willst Du mehr?

Apropos Moeli: Irgendwie sollte Moeli zum „Spaßbeauftragten“ der Tour werden. Nach dem Spaß mit dem Mautautomaten fing er jetzt an, an seinem Kupplungszug herumzubasteln und nutzte nahezu jeden Stopp dazu. Dies sollte zum roten Faden werden. Leider wurde es aber nicht besser, aber Moeli war beschäftigt.

ED klinkte sich aus, um dann doch mal eben nach Udine zu fahren, da sein Vorderreifen schon recht fertig war und die friulischen Nebenstraßen ihm den Rest gaben. Am Abend stieß er mit einem neuen Roadsmart und breitem Grinsen im Gesicht wieder zu uns.

Tag 4 – Moeli, die Kupplung und noch ein Automat

Bääh, an den Kaffee kann man sich nur schwer gewöhnen. Aber was soll’s. Die Sonne schien und es versprach ein heißer Tag zu werden. So klangvolle Namen wie Krajnska Gora, Vrsic, und Soca standen auf dem Programm. Den Vrisc-Sattel muss man erlebt haben. Extrem holpriges Kopfsteinplaster auf ca. 10 km und 25 Kehren, da kommt sogar das ESA-Fahrwerk der GS deutlich an seine Grenzen. Aber oben dann eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge, die für das durchgeschüttelt werden entlohnt.

Das Soca-Tal im Anschluss ist immer wieder einen Besuch wert. Die Streckenführung muss sich ein Biker ausgedacht haben. Entspanntes Wedeln auf 20 km immer leicht talabwärts. In Bovec dann wieder bergauf Richtung Mangart. Kurz vor der Abfahrt zum Mangart gab’s noch ein leckeres Mittagessen mit frischen Waldpilzen und Pasta. Es musste nicht vorher bezahlt werden.

Fünf Euro für die Mangart-Straße sind zwar nicht wenig, aber es lohnt sich. Bei stahlblauem Himmel die Rundstrecke um den Mangart-Pass, einfach traumhaft.

Dann wieder zurück Richtung Italien. Moeli hatte schon den ganzen Tag über seine immer schwergängigere Kupplung geschimpft und weiter an jedem Stopp daran rumgebastelt. Irgendwie hatte der Zug eine Macke und spleißte auf. Beim Tankstopp in Pontebba bei dem er auch wieder bastelte, platzte ihm dann endgültig der Kragen, nachdem der dort stehende Getränkeautomat ihm auch noch den Dienst versagte. Wir erinnern uns, Moeli und Automaten… Also machte er sich auf den Weg nach Udine zum bereits bekannten Schrauber bei dem schon ED war, um sich einen Kupplungszug zu besorgen bzw. dort einbauen zu lassen. Am Abend kam er ebenso happy wie ED aus Udine zurück. An der Werkstatt musste etwas Besonderes sein.

Der Rest der Gruppe wedelte weiter entspannt durch die Gegend und genoss die extrem geringe Verkehrsdichte.

Tag 5 – Der Flying Dutchman

Das Ziel des Tages waren die Zentraldolomiten mit Falzarego, Sella-Runde und über den Giau wieder zurück nach Cortina und Ravascletto.

Am Vorabend ergab sich im Gespräch mit dem ebenfalls im Hotel wohnenden Holländerpärchen, dass diese bzw. er mal gerne mit den Rheinlandbikern eine Runde bummeln würden. An sich kein Problem, er fuhr ja schließlich eine Ducati Multistrada und gab an Fahrlehrer zu sein. Das sollte schon passen… Um dem ganzen aber noch einen draufzusetzen, kam dann von dem Holländer noch der Spruch, er sei noch nie von einer GS überholt worden. Das hätte er mal besser nicht gesagt.

Wie üblich fing die Tour mit entspanntem einrollen über die ersten Hügel und durch die Wälder an. Gut, seine Frau konnte definitiv nicht fahren, aber Bionda und Hexe verdienten sich den großen Samariterorden und fuhren dann mit ihr der Gruppe hinterher. Für den Rest hieß es nach dem einrollen „Feuer frei“. Die Straßen waren leer, der Asphalt war griffig, was will man mehr? Doch upps, was war das? Noch nie von einer GS überholt worden? Das hatten sich alle etwas anders vorgestellt. Schneller als der gute Holländer schauen konnte machte es wrummmm und zack waren sechs GS’en aller Baujahre und Modelle sowie eine Moto Morini an ihm vorbei. Das ganze Spiel wiederholte sich dann noch mehrmals nach jeweils kurzen Stopps bei denen auf Bionda und die Holländerin gewartet wurde – Hexe war inzwischen zur Spitzengruppe gestoßen –. Mann war der angesäuert. Noch nie von einer GS überholt? Der wurde sowas von hergebrannt und das gleich mehrmals hintereinander im RB-Formationsflug. Spätestens in Cortina d’Ampezzo hatte der genug.

Beim Mittagessen in Arabba verabschiedeten sich beide Holländer dann artig und er sagte, sie würden jetzt eine etwas andere Strecke fahren als die Gruppe, weil er mehr nach seiner Frau sehen wollte. Brav! Konnte er haben. Die Tour ging wie geplant weiter und alle genossen die weitere Fahrt um den Sella-Stock und über den Giau.

Unter dem Strich betrachtet war am Abend aber klar, dass es im Friaul viel schöner, weil absolut leer auf den Straßen ist. Ein echter Geheimtipp. Sobald die Sprachgrenze vom Deutschen zum Italienischen bei Cortina d’Ampezzo hinter einem liegt wird es auf den Straßen deutlich leerer und die üblichen Kurvenzuparker sind wie weggeblasen. Einfach traumhaft.

Am Abend war der „Flying Dutchman“ dann etwas still und wollte mit keinem mehr reden. „Alles rücksichtslose Raser.“ Das war das einzige, was er noch sagte. Wer den Mund so voll nimmt, musste einfach auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden, war das einzige, was die Gruppe noch dachte, aber nicht sagte, sind ja alle gut erzogen.

Tag 6 – Kindelein wird erwachsen

Heute sollte Biondas großer Tag werden, aber der Reihe nach. Wie immer kurzes einrollen in entspanntem Formationsflug bei strahlender Sonne und dann auf kleinsten Nebenstrecken Richtung Slowenien. Am Predil und Mangart vorbei. In Kobarid gab es dann einen kleinen Pizzastopp, bei dem alle dann für relativ kleines Geld eine Monsterpizza verdrückt haben. Auch Schonnie, der sonst mittags nie etwas isst. Ob das gut gehen konnte? Nein, natürlich nicht. Die Gruppe wedelte von Kobarid weiter Richtung slowenisch-italienische Grenze und kam deutlich sicht- und spürbar in den Flow. Doch Schonnie fuhr auf einmal unerwartet rechts ran, riss sich den Helm vom Kopf und meinte „Ich glaube ich muss k…“ Der hat sich wirklich schwindelig gefahren und brauchte mehr Sauerstoff als unter dem Helm zur Verfügung stand. Glücklicherweise kam es nicht zum Äußersten, aber Schonnie klinkte sich dann aus und fuhr gemütlich auf direktem Weg zum Hotel.

Was er nicht wissen konnte war, dass er den Höhepunkt der Tour damit verpassen würde. Die restliche Gruppe fuhr auf der geplanten Strecke weiter, immer leicht bergaufwärts am Flüsschen Soca und dann bergabwärts an der Ucja entlang in Richtung Italien und irgendwann passierte es. Eine Perlenkette formierte sich und Vorderrad an Hinterrad fuhr man praktisch ohne jeglichen sonstigen Verkehr durch das Tal. Nach ca. 30 Minuten Perlenkette auf höchstem Niveau wurde angehalten und das Grinsen war allen ins Gesicht gemeißelt. Die Reifen kochten und Bionda, die sich von Anfang an hinter Moeli gehängt hatte, kreischte und juchzte wie (Zensur ). Unser Kindelein, wie Moeli sie getauft hatte, weil ihre Honda CB 1000 neben all den GS’en wie ein Kinderfahrrad wirkte, war erwachsen geworden und alle Renntrainings, die sie bis dahin absolviert hatte, hatten sich in diesem Moment bezahlt gemacht. Schade, dass niemand eine Action-Cam dabei hatte. Das wäre ein Film für die Kinder geworden.

Tag 7 – Ruhetag

Der letzte Tag fing nicht gut an und das lag nicht am Kaffee. Es goss in Strömen und die Stimmung war eher mäßig. Also erstmal ausgiebig frühstücken, an den merkwürdigen Kaffee hatte man sich inzwischen gewöhnt. Das Wetter wurde nicht besser. So wurde entschieden, einen Entspannungstag einzulegen und jeder ging erstmal wieder aufs Zimmer eine Runde die Matratze abhören, lesen oder was auch immer. Italienisches „Wer wird Millionär“ hat auch seinen Reiz. Gegen Mittag dann allgemeiner Rundruf, Rommel hatte Mittagessen organisiert. Pasta all‘arrabiata, genau das richtige bei dem Sauwetter. Ein, zwei, drei Gläser Wein dazu und der Nachmittag war gerettet. Man kann auch einen Tag in den Bergen wunderbar verpennen und ist dann am Abend wieder fit für Essen und bewusstseinserweiternde Getränke. Wie eigentlich jeder Abend endete auch dieser bei Bier, Wein, Prosecco, Grappa und Vecchia Romagna in der Hotelbar.

Tag 8 – Heimreise Teil 1

Moeli sorgte wieder für den Lacher des Tages. Mit Automaten und Kreditkarten scheint er ernsthaft auf Kriegsfuß zu stehen. Alle konnten ihre Rechnung ganz normal mit der Kreditkarte bezahlen, nur bei Moeli streikte das Gerät und wollte partout seine Karte nicht lesen. Also Barzahlung. Theoretisch. Der Geldautomat im Dorf ließ Moeli ebenfalls im Regen stehen. Zum Glück waren wir nicht dabei, als Moeli vor dem Automaten stand und Bargeld ziehen wollte. Jedenfalls passte sein Hals kaum noch in den Jackenkragen als er zurückkam. Kurzes Palaver mit dem Hotelchef; er akzeptierte Zahlung per Rechnung/Überweisung und Moeli war vor dem Geschirr spülen gerettet.

Naja, als es dann losging, sah es irgendwie nach erhöhter Luftfeuchtigkeit von oben aus. Mist, Regenzeug an oder doch nicht? Ach was, die Goretex-Fraktion blieb ohne, die Hartz IV-Atlantis-Träger (Vanucci) legten an, was nicht die schlechteste Idee sein sollte. Das Tagesziel war Erding. ED hatte dort Zimmer gebucht und am Abend einen Tisch im Zelt auf dem Erdinger Volksfest organisiert.

Die Fahrt durch Österreich verlief unspektakulär, da das Wetter mäßig war und auch immer mal wieder was von oben runter kam, standen auch keine Schandis mit ihren Laserpistolen an der Straße und so war am späteren Nachmittag die Grenze bei Kiefersfelden nach Deutschland passiert. Dann ein letztes Stück bis Erding auf die Autobahn, rein in die Pension, geduscht, Nase gepudert, kleines Erdinger zwischen die Rippen und mit dem Bus ab zum Volksfest. Irgendwie wie Oktoberfest in Klein, aber sehr gemütlich und urig. Bionda versuchte sich an einer Monsterschweinshaxe und alle tranken ihr Weizenbier aus dem Maßkrug, was dazu führt, dass man das Zeug schneller als sonst trinkt, damit es nicht schal wird. Irgendwann und irgendwie dann mit dem Bus zurück in die Pension, noch ein schnelles Schlafbier und ab in die Falle.

Tag 9 – Heimreise Teil 2

Naja, ein Tag Autobahn von Erding bis Köln, gibt nicht viel Stoff her. Alle kamen jedenfalls wieder wohlbehalten am späten Nachmittag zu Hause an und blickten zufrieden auf eine Woche mit jeder Menge Spaß zurück. Die RBW 2013 kann kommen und alle sind wieder dabei.

2 Comments

  1. Sehr schön, waren ja leider auch nicht dabei, freuen uns aber, nach 2013 auch dieses jahr wieder mit von der Partie zu sein. Wird sicher auch wieder eine tolle Woche.

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