KTM SMT 990

Autor: MacDubh

Geiles Motorrad. giftig, biestig, genial, genau mein Ding! Die ist es…..

Mac2

Motor

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Hammer, Dampf in jeder Lebenslage, wobei mir untenrum die 200cc weniger als der Boxer der 12er GS doch aufgefallen sind. Subjektiv kommt der Boxer besser raus. Zwischen 2000 und 6000 fährt sich der Motor sehr zivil, mit ausreichend Leistung. Ab 6000 allerdings, da zaubert einem das Teil ein permanentes Grinsen unter den Helm! Irre, fauchend und kreischend geht die Post aber dermaßen ab, daß man KTM-Typisch selbst im 3.Gang noch Probleme hat das Vorderrad auf dem Boden zu halten.
Nachteil: Das Teil ist so schnell, daß man gar nicht mitbekommt wie schnell man mal wieder im Bereich des Fahrverbotes unterwegs ist! Ganz kurz mal den 3. und 4. Gang bis 9000 gedreht und ich war weit, weit weg von meinem Führerschein!

Getriebe

mmmh, gefiel mir leider gar nicht! Hakelig, ruppig, wenn man nicht sehr bewusst die Gänge wechselt, hat man sich viel zu schnell verschaltet. Da muß ich zu meiner Schande gestehen, daß mir das relativ oft passiert ist. Speziell beim zurückschalten hat es da öfter gehakt….Aber wer weiss, vielleicht muß das Teil noch einlaufen, war ja ein fast nagelneues Moped.

Fahrwerk

WP_ktm-smt

Schade, war wohl für mein Übergewicht zu weich eingestellt. In langen Kurven fing die Maschine hinten an zu pumpen. Aber das sollte mit ein wenig Einstellarbeiten an den Serienmässig vorhandenen WP-Federbein kein Problem sein. Dank der SM-Geometrie war es nach ca. 30-45 min. Fahrzeit überhaupt kein Problem in Kurven rein zu driften. Ein leichter Druck auf die Hinterradbremse beim anbremsen liess ein deutliches Pfeifen vom Hinterrad hören. Rausbeschleunigen beim gleichzeigigen Lösen der Bremsen ergab ein fantastisch neutrales und jederzeit kontrollierbares ziehen des Hinterrades nach aussen. Was für ein Fahrverhalten, genial! Evtl. lag es auch am Reifen: Conti Sport Attack., super Grip in jeder Schräglage, aber der Motorleistung ab den erwähnten 6000 u/min nicht gewachsen, jedenfalls in Schräglage.
Die Gabel mit dem scheinbaren Druchmesser eines Drainagerohrs ist dermaßen stabil, selbst beim brutalen Anbremsen auf hubbeliger Piste immer Spurstabil und ohne wackeln mit reichlich Reserven. Unebenheiten in Schräglage fast nicht zu spüren, die bügelt sensationell sanft alles weg. Ansprechverhalten ist echt bemerkenswert.
Kleiner Wermutstropfen: Ein- zweimal bin ich mit den Rasten auf der Erde gewesen. Was passiert wenn man sich auf das Teil eingeschossen hat??? :?

Geometrie / Sitzposition

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Bei der GS sitze ich fast im Motorrad, durch die niedrige Kahedo erst recht. Bei der KTM sitzt man oben drauf. SM-mässig halt. Die Sitzbank (Sonderedition: Ergositzbank) ist relativ hart, aber sehr bequem. Ich denke auch lange Etappen sollten kein Problem sein! Ein kleines Problem hatte ich allerdings: Im Stand mit den Füßen (ok, nur die Zehenspitzen) auf dem Boden drückt eine Kante gewaltig innen am Oberschenkel. Sind die Füße auf den Rasten ist das überhaupt kein Problem. Und wer will mit so einem Teil schon stehen? Ich jedenfalls wollte fahren! ;)
Die Maschine war eine SE, derzeit im Angebot bei KTM: Mit hohem Windschild, Taschen, Hecktasche und Navihalter (Taschen zum Glück nicht montiert…). Das Windschild schützt hervorragend. Ein kurzer Sprint auf der Autobahn ergab auch bei 220 km/h genügend Schutz, jedenfalls bei meiner Größe von gerade mal 174 cm. Oberkörper völlig entspannt. Leichter Wind um den Helm, keine Verwirbelungen. Für mich passts!

Bremsen

Hammerteile, vorne zwei Scheiben mit Brembo Vierkolbenzangen. Mit zwei Fingern und dem steilen Lenkkopfwinkel erreicht man schon nach ganz kurzer Eingewöhnungszeit Stoppies! Ich habe mal etwas herumprobiert: bei 120 gebremst und den Druck immer mehr erhöht. Leicht in Richtung Tank gerutscht, und das Hinterrad macht Männchen…. einfach kontrollierbar und zu keinem Zeitpunkt wackelig oder Kritisch.

Fazit

Schade daß zu Beginn der Probefahrt die Reifen so eckig waren…. :silent: die vorherigen Probefahrer haben am Rand ganze 2 cm ungenutzt gelassen.
Aber als sie Rund gefahren waren ging es richtig zügig ums Eck. Ich glaube ich war noch nie so schnell im Bergischen unterwegs! Hammerschnell, aber, wie schon erwähnt, sehr giftig. Jeder Millimeter am Gasgriff erfordert schon die höchste Konzentration, weil das Ding einfach nur Vorwärts geht.

Ich würde sie sofort nehmen, wenn die Garage nicht voll wäre. Ausserdem kann man mit ihr einfach nicht ruhig und gelassen fahren, das gibt das Teil nicht her. Sie verlangt immer Drehzahl und wird damit automatisch irrsinnig schnell und hektisch, obwohl der Motor im unteren Drehzahlbereich sehr kultiviert läuft.

Und ich behaupte mal ganz dreist: Mit dem Teil gäbe es kaum noch Gegner! Weder hier zu Hause noch in den Alpen oder der Eifel.

Ergänzungen:
Nach jetzt gefahrenen 1400 km kann ich schon ein erstes Fazit ziehen: Das Moped hält was es verspricht.
Einige Punkte sollte man aber nicht unerwähnt lassen: Das ausgereifte und stimmige Zubehör einer BMW GS vermisst man hier. Koffer sind natürlich mit einem eigenen Schlüssel zu bedienen (Ein-Schlüssel-Konzept von BMW ist da durchaus Sinnig!). Auch die Integration einer Griffheizung mutet schon „provisorisch“ an, wenn man den Schalter in der Mitte der Gabelbrücke sieht.
Das Ansprechverhalten in der Orginalausstattung des Motors ist auch sehr gewöhnungsbedürftig. Ich hoffe, mit einem anderen Ritzel vorne und der Deaktivierung des Gangsensors wird sie nicht mehr ganz so ruppig zu fahren sein. Sonst muß später noch ein Zubehörgasgriff her mit anderer Übersetzung.

Fahrwerk und alles oben beschriebene ist über jeden Zweifel erhaben! Jetzt, nach den ersten 1000km kann auch der Motor über die von KTM angegebene max. Drehzahl von 6000U/min gedreht werden. Und da passiert schon so einiges in dem V2.

Das ABS regelt sehr, sehr spät. Im „Gleitmodus“ merkt man es nur, wenn man eine Kurve in leichter Schräglage anbremst und zu heftig auf die Fußbremse latscht. Die Abstimmung des ABS ist für ein Sportmotorrad sehr gut gelungen.

Stand 09-2011: Die SMT hat jetzt 11800km runter. Montiert ist der dritte Satz Reifen, jetzt Dunlop Roadsmart. Fahrverhalten immer noch fantastisch. Kleinere Mängel sind bei den Inspektionen behoben worden:

1. Kupplungszylinder undicht
2. Lackablösung an der hinteren, rechten Verkleidung
3. Federbeinlager hatte 1mm Spiel.

Sonst keinerlei Probleme. In KW35 lief sie während der {cms_selflink page=’rbw-2011′ text=’RBW‘} völlig Problemlos. Dank der Ergo-Sitzbank war auch die An- und Abreise von je 650km völlig Problemlos.
Und Gegner gabs in den Alpen auch keine! Selbst auf schlechten Strecken bügelte das Fahrwerk alles glatt. Und so bleibt meine Meinung bestehen: KTM halt, Ready to Race!

Stand 10-2011:

Der Satz Roasmart war ein Reinfall! So gut wie der auf der GS funktioniert, so wenig klappts bei der SMT. Es mag an den Ausmassen des Reifens liegen, oder an der Geometrie der SMT. Aber soviele Vorderradrutscher wie mit dem RS hatte ich mit den Conti SportAttack nicht. Zum Ende hin wurde der Reifen zudem noch extrem kippelig. Beim Einlenken kippte er zusätzlich in die Kurve, was sehr nervend und teilweise gefährlich wurde. Der hintere Reifen drehte beim Beschleunigen mehrmals durch. Wenn es hinten rutscht, ist mir das noch relativ egal, aber vorne geht gar nicht.

Nach 7500 gefahrenen Kilometern ist er nun runter und wurde heute mittag gegen den Michelin Pilot Road 3 getauscht. Dieses ist ein Versuch, da er sehr gute Kritiken bei Nässe erhalten hat. Und diese Jahreszeit kommt ja jetzt. Ich werde berichten!

Stand 02-2012:

Der Pilot Road 3 ist bisher im täglichen Einsatz die Offenbarung. Temperaturunabhängig und vor allem der Grip im Winter ist hervorragend. Der funktioniert auch unter 0°C. Natürlich kann man dann nicht so am Hahn reissen wie bei normalen Temperaturen, aber der Reifen „gript“ immer.

Wo wir auch schon bei den Temperaturen wären. Die SMT macht bisher auch während der extremen Kältewelle einen hervorragenden Eindruck. Sie springt auch bei -15°C immer an, läuft zwar etwas ruppig, was sich aber schnell legt, sobald sie etwas Temperatur hat.

Einziger Nachteil der SMT: Ich habe mehrere Stulpen, die ich versucht habe zu montieren. Leider war es mir damit nicht mehr möglich zu blinken oder den Anlasserknopf einigermaßen zu bedienen. Deswegen habe ich sie wieder demontiert. Leider. Es gibt bei diesen Temperaturen nichts besseres als Stulpen.

Stand 04-2012

Kilometerstand derzeit 19500. Was soll ich schreiben? Sie läuft und läuft und säuft…

Das Einzige, was bei den derzeitigen Spritpreisen echt stört, ist der hohe Verbrauch. Es fliessen im Alltagsbetrieb ca. 6,5 L/100km durch. Ansonsten keinerlei Probleme, wirklich nichts.

Die SMT macht nach wie vor extrem viel Spaß.
Die Orginal KTM-Halteplatte des Topcase habe ich ausgetauscht gegen eine Platte und den passenden Adapter von SW-Motech. Erheblich stabiler und dank Schnellverschlüssen schnell abnehmbar.
Weiterer Vorteil: Das Topcase wackelt nicht mehr wie ein Lämmerschwanz! Und die Griffe der Serienhalterung sind wieder dran. Die mußten nämlich der KTM-Halterung weichen. SW-Motech integriert die Grundplatte an den Serienhalterungen! Die Griffe erleichtern das Rangieren erheblich!

Seit dem 16.4. sind wieder neue Reifen montiert: Pirelli Diablo Rosso Corsa. Die Wahl fiel auf den Diablo, da wir am Wochenende auf dem Spreewaldring sind. Ich hoffe sehr, daß der Reifen seinen Dienst ordentlich erledigen wird. Ein Bericht folgt.

Stand 05-2012:

Der Event auf dem Spreewaldring war eine Offenbarung. Wahnsinn, was mit einer Serienmässigen SMT auf dem Ring möglich war. Einige der Slickbreiften Racer haben sich verwundert die Augen gerieben. Mit dem Diablo Rosso Corsa war es ein Gedicht dort zu fahren. Schräglagen bis zum Rastenschleifen, trotz Hanging-Off. Der Grip war hervorragend, das Fahrwerk völlig ohne Überraschungen. Auch nach mehreren heftigen Runden gaben weder Fahrwerk noch Bremsen Anlass zum Klagen. Einfach ein feines Gerät, die SMT. Jetzt ist natürlich der Spreewaldring auch für die Geometrie der SMT wie geschaffen, aber trotzdem Respekt vor soviel Performance.
Einziger Wemutstropfen bei den 15-Minuten-Turns: nach 10-12 Minuten wurde der Pirelli weich. Ich hatte zwei Rutscher in genau diesem Zeitraum. Einmal übers Hinterrad beim Herausbeschleunigen einen kräftigen Quersteher, einmal über beide Räder in voller Schräglage. Aber nachdem ich das wusste, habe ich halt etwas langsamer gemacht, die letzten 2 Runden.

Youtube Video 1

Youtube Video 2

Stand 07-2012:

Kilometerstand 23500km, läuft immer noch einwandfrei. Mittlerweile habe ich die Reifen mehrmals gewechselt. Da der Vordere Michelin PR3 beim Wechseln für die Rennstrecke noch gut war, habe ich nach dem Pirelli den PR3 mit einem neuen Hinterreifen montieren lassen. Leider hat der Vordere den Urlaub in Schottland nur bedingt überlebt. Der grobe Asphalt hat den Reifen dahinschmelzen lassen.
Leider hat sich der vordere PR3 als ziemlich kippelig und empfindlich im abgefahrenen Zustand gezeigt. Sehr schlecht zu handlen, immer wieder ein Nachkippen in die Kurven. Mehrere Vorderradrutscher waren auch dabei. Nicht schön…

Jetzt habe ich auf Bridgestone S20 gewechselt und mir den sehr gut erhaltenen hinteren PR3 in den Keller gelegt. Im Spätherbst kommt der mit einem neuen Vorderreifen wieder drauf.

Erstes Feedback zum S20: toll, Grip vom ersten Meter an, bis in tiefste Schräglagen. Das Handling der Maschine ist handlich, aber nicht nervös. Nässegrip hervorragend! Später mehr!

Stand 09-2012:

Die SMT hat jetzt 30000km ohne große Probleme bewältigt. Einziger Wermutstropfen jetzt gerade: Die eingeschweissten Anschlagbolzen für den orginal KTM-Hauptständer sind verloren gegangen. Leider ist der Ständer deswegen nach oben geschlagen und hat die Schwinge auf beiden Seiten sehr unschön beschädigt. Mal abwarten wie sich KTM dazu äussert….

Mal wieder war eine Woche in den Alpen fällig. Es ist wirklich ein Genuss mit der SMT die Pässe zu fahren. Dabei ist es egal, ob nun der abgeschliffene, glatte Belag in Österreich oder der griffige Belag in Südtirol unter die Räder kommt. Man kann sich einfach darauf einstellen und hat seinen Spaß! Zumindest in Östereich kann man hervorragend das Driften üben. Moped leicht reingedrückt und am Scheitelpunkt heftig das Gas aufziehen, schon kommt sie hinten rum und geht nach einem schönen Drift beim Aufrichten in einen leckeren Wheelie über. Wow, spielerisch und immer wieder schön.

Ich bin noch das Feedback zum S20 von Bridgestone schuldig: Es war der definitiv beste Reifen für die SMT! Schräglagen bis zum Abwinken, Grip in jeder Lebenslage und vor allem bis zur Verschleissgrenze. Der liess nicht nach und der Vordere wurde nicht kippelig wie viele der anderen Produkte. Leider, leider hielt er nur 2700km. Das ist definitiv zu wenig.

Für die Woche in Tirol fuhr ich als Avon-Testfahrer den Ultra 3D Sport. Toller Reifen, ohne Überraschungen, immer mit Grip und sehr schön rund zu fahren. Leider einige schwächen im Nassen und sehr empfindlich auf Fahrbahnmarkierungen. Insgesamt aber zu empfehlen.Fast 4000km hat er durchgehalten, jetzt ist er blank. Mit zunehmdendem Verschleiss stellte sich ein Shimmy-Effekt ein, der nervte, aber nicht unfahrbar machte. Der hintere hat bei Nässe NULL Grip im abgefahrenen Zustand, durchdrehendes Hinterrad bis in den 5. Gang.

Stand 10-2012:

Kilometerstand 31800, der erste Garantiefall wurde völlig Diskussions- und Reibungslos abgewickelt.

Während der Fahrt auf den Reschenpass störte mich plötzlich der Hebel des Hauptständers, beschreibung siehe oben. Diese wurde, inkl. des Hauptständers, komplett ausgetauscht. Das Ganze dauerte nur 75 min.

Leider ist jetzt auch die Halterung des Gepäckträgers am Rahmenheck gebrochen. Auch das wird auf Garantie ohne unnötige Diskussionen ausgetauscht.

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Stand 04-2013

Kilometerstand 34000: Moped läuft nach wie vor völlig Problemlos.
Beim letzten Reifenwechsel ist mir ein Missgeschick passiert: Ich habe eine der Klemmschrauben der Vorderache rundgenudelt. Viel Arbeit! Ausbohren, neue Schrauben besorgt und alle 4 ausgetauscht. Ein weiteres Problem tauchte dann noch auf: Die Vorderachse war am (in Fahrtrichtung) rechten Lager festgegammelt! Das Lager war wohl von innen feucht geworden, im Winter.

Allgemein muß ich aber sagen, daß die SMT den zweiten Winter ihres Lebens sehr gut überstanden hat.
Seit ca. 300km ist der Bridgestone BT016Pro montiert. Der Reifen ist ein Gedicht, genauso wie der Bridgestone S20. Aber mit ein bisschen weniger Grip in extremer Schräglage. Aber der Unterschied ist wirklich nur im absoluten Grenzbereich zu merken. Bei mir war es bei schleifender rechter Fußraste in einer Bergabkurve. Das Moped schmierte ganz leicht über das Vorderrad weg, aber kontrollierbar und nicht schlagartig! Insgesamt rollt die SMT mit dem BT016 sehr schön homogen in die Kurven, kein Wackeln und kein Kippeln. Sehr rund zu fahren. Bitumen und Längsrillen mag er nicht!

Nässe konnte ich bisher nicht testen. Aber ich bin sicher das kommt noch früh genug.

Stand 07-2013:

Kilometer: 40000 km

Der BT016 Pro war der Hammer. Super Reifen, aber 900km Laufzeit? Nein danke. Das geht gar nicht!
Jetzt Conti Sport Attack 2. Der erste Hinterreifen ist verbraucht, Laufzeit ziemlich genau 2000km. Auch nicht der Bringer, aber Fahrverhalten sehr gut. Gripniveau mit enormen Reserven. Einlenkverhalten bei zunehmendem Verschleiss noch akzeptabel.

Moped selber? Einwandfrei… 😉

Stand 09-2013:

Kilometer: 46300 km

Nach einer weiteren Alpentour im September mit den verrückten Rheinlandbikern muß ich immer noch sagen: Was für ein geiles Teil!
Der groß angekündigte Angriff der Superwaffe „R 1200 GS LC“ liess dann doch auf sich warten. Die Handlichkeit der SMT macht sie in den Alpen fast unschlagbar und die schwerfällige GS ist kein wirklicher Gegner.
Auch mit größerer Leistung fährt man einer zügig bewegten GS in kurvigem Geläuf locker weg. Alleine auf dem Stilfser Joch ist der Abstand deutlich.
Bestückt ist sie seit Ende August mit dem Pirelli Angel GT. Einen seperaten Bericht dazu findet ihr –->hier

Einziger Wermutstropfen an der SMT: Die Inspektionskosten fressen einem die Haare vom Kopf. Hinzu kommt, daß der KNZ (Kupplungsnehmerzylinder) bei Stand 42000km zum dritten Mal gewechselt werden mußte. Da ich vom Orginal-KTM-Teil die Nase voll hatte, ist jetzt ein KNZ von Sigutech verbaut. Der soll, laut Foren, besser sein und länger halten. Lassen wir uns überraschen.
Ein etwas unangenehmes Erlebnis hatte ich mit dem neuen, hinteren Ritzel. Es wurde bei der 37500er Instektion erneuert. Während einer Pause am Reschenpass sah ich lockere Gewindehülsen aus dem Ritzel schauen. Ausbau des Hinterrades und befestigen der Bolzen ging ziemlich schnell und liess sich mit dem Bordwerkzeug erledigen. Trotzdem ärgerlich, da es sich nur um einen Montagefehler handeln kann. Solche Schrauben bzw. Muttern sind zu sichern, mit Loctite o.ä.

Stand 02-2014: 

Bei Kilometerstand 51400km habe ich die SMT verkauft. Warum? Gute Frage…
Zum Einen war mir der Inspektionsaufwand bei einer Jahresleistung von ca. 20000km einfach zu hoch. Da steht man bei dem 7500er Intervall ziemlich oft beim Händler.
Zum Anderen wurde mir eine Ducati Multistrada angeboten, bei der ich einfach nicht Nein sagen konnte.

Fazit zur SMT? Ja, gibt es… –> HIER

 

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