Diskriminierende Verkehrsregeln

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Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Straßenverkehrsbehörde in Wermelskirchen beschliesst eine Geschwindigkeitsbegrenzung ausschliesslich für Motorräder!

Zugegeben: Auf der Opladener Straße von Dabringhausen nach Hilgen geschahen viele Unfälle, oft verursacht von Rasern und uneinsichtigen Heizern, die eben solche Strecken mit der Nordschleife verwechseln. Auch die Lautstärke ist, so liest man zumindest von den zugezogenen, neuen Anwohnern der Neubaugebiete, wäre ein Problem.

Die Lösung, die irgendwelchen findigen Köpfen in den Verwaltungen einfiel sind unterschiedliche Beschränkungen für Motorräder und Autos. Ich stelle mir das mal aus Autoffahrersicht vor: Ich biege in die Opladener Straße ein, lasse ein wenig laufen, da es schön bergab geht. Nach zwei engeren Kurven kommen langgezogene Bögen, die man mit dem Auto gut mit 100 km/h fahren kann. Also beschleunige ich aus der letzten engeren Rechtskurve, ziehe schön um den Linksbogen, und habe plötzlich ein Motorrad mit 30 km/h vor mir! Wenn ich viel, viel Glück habe, ist kein Gegenverkehr und weiche aus. Ist aber riskant, weil ich gar nicht so weit sehen kann!

Das ist, nicht nur aus Sicht des Motorradfahrers, ein Worstcase-Szenario, das gebe ich ja zu. Aber es ist amtlich angeordnete, versuchte Körperverletzung!

Aber davon abgesehen, schaukelte sich das Thema schon länger hoch. Fuhr ich jahrelang diese Strecke ohne irgendwelche Probleme, wurde mir nun schon mehrfach der Vogel, aber auch der Mittelfinger von entgegenkommenden Autofahrern gezeigt. Obwohl ich weder schnell noch auf deren Spur oder in der Nähe unterwegs war. Diese Gesinnung ist die treibende Kraft hinter der Diskriminierung von Mopedfahrern.
Diese Vollspacken sind es, die im Kegelklub, am Stammtisch und in den Entscheiderkreisen Stimmung machen. Wie man nun sieht, mit Erfolg.

Kommunikation war gestern, heute leben wir in einer Verbotszone!

 

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